Rosemarie Bus


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Die Mordswurst

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Joe konnte Lutz nicht besonders gut leiden, aber seine Würste rochen verführerisch.

Er bemerkte ihr Interesse. „Magst a Würschtl?“, rief er. „Eitrige!“

Als Hesse wanzte er sich gerne an die Einheimischen an, indem er mit seinem bayerischen Wortschatz protzte.

Dass die Würste in gegrilltem Zustand, wenn der Käse beim ersten Biss herausfloss, tatsächlich einem behandlungsbedürftigen Zustand ähnelten, konnte Joe den Appetit nicht verleiden, obwohl sie den eleganteren österreichischen Ausdruck Käsekrainer bevorzugte. „Eine.“ Sie hielt den Daumen hoch und riskierte, Dominik wissentlich zu beleidigen. Aber mit drei männlichen Mitgliedern in einer vierköpfigen Familie bestand keine Gefahr, dass von den zwei Kilo Steak etwas übrig blieb. Und wenn doch, konnte man am nächsten Tag immer noch ein Ei drüber kleppern.

(Aus Gefährliches Gelände von Rosemarie Bus)